Bodrum – Golf von Gökova – Bodrum

                   23.05. bis 29.05.2015

Tag 1

15:30 einchecken auf der Halilaga im Hafen von Bodrum.

Wir haben eine schöne Kabine im Heck des Schiffes bezogen, das Schiff ist 25 Jahre alt wie uns der Schiffskoch Mehmet verriet, neben Mehmet gab es noch Sedat den Schiffsjungen und Ismael unseren Kapitän. Die ganze Crew war sehr freundlich, Ismael und Sedat sprachen auch englisch. 

Ausser uns ist noch eine neussländische Krankenschwester an Bord welche zur Zeit in London lebt und arbeitet und ein italienisches Paar aus der Nähe von Venedig. Wie Ismael uns später mitteilte werden die weiteren 5 Passagiere erst am nächsten Tag eintreffen. Da noch keine Saison ist, sind zwei Schiffe zusammengelegt worden. Deshalb wurde für den nächsten Tag ein Tagesausflug angekündigt und am Nachmittag würde es dann wieder zurück nach Bodrum gehen und wir würden eine 2. Nacht in Bodrum im Hafen verbringen.

Wir gingen zum Abendessen nach Bodrum, es gab einen Isgender Kebab und anschliessend noch ein paar Stücke Baklava. Später versuchten wir in einer Bar den Eurovision Song Contest zu schauen, aber da wir vom Gesang nicht wirklich viel mitbekamen haben wir recht schnell aufgegeben. Es ging zurück aufs Schiff in unsere Kabine und wir versuchten zu schlafen, da wir aber die ganzen Bars mit Livemusik vor unserem Schiff hatten, war dies sehr schwierig.

Tag 2

Nach einer unruhigen Nacht gab es am nächsten Morgen ein typisch türkisches Frühstück und wir fuhren in eine Bucht etwas ausserhalb von Bodrum wo wir den Tag verbrachten mit schwimmen, schlafen und lesen. Am Mittag gab es ein gutes Mittagessen bestehend aus Gemüse und Beilage. Um ca. 16:00 Uhr waren wir zurück in Bodrum, wir gingen vor der Diskothek Halikarnas vor Anker. Das Halikarnas ist die grösste Outdoor-Diskothek in der Türkei, sie öffnet aber erst im Juni. Nach dem Anlegen kam dann unser sechster Passagier an Bord ein junger Franzose aus Paris.  Wir gingen dann noch ein wenig einkaufen in Bodrum und waren zum leckeren Abendessen wieder an Bord. Danach verliessen wir das Boot erneut um in unser Stammlokal zu gehen und am Meer ein wenig zu chillen, wir gehen dafür immer ins Deephouse. Da die Musik aber an diesem Abend nicht so gut war und wir noch müde von der vorhergehenden Nacht waren, gingen wir um ca. 23:00 Uhr wieder zurück zum Schiff. Die letzten Passagiere waren noch nicht angekommen. Ich hörte sie gegen 00:30 Uhr an Bord kommen. Der Schlaf wollte sich wieder nicht so recht einstellen, es gab zwar keine Musik, aber es hatte etwas Wind und das Schiff knarzte und knarrte recht laut.

Tag 3

Nach einer weiteren unruhigen Nacht standen wir beizeiten auf. Vor dem Frühstück lernten wir dann noch unsere letzten vier Passagiere kennen, zwei Paare aus Vancouver, Kanada. Allerdings hatten diese das Problem das ihr Gepäck abhandengekommen war. Nach dem Frühstück gingen diese erst einmal shoppen und gegen Mittag konnten wir uns dann endlich auf unsere Reise begeben. Während des Shoppingtrips der Kanadier nutzen Tim und ich die Zeit um unser Sportprogramm zu absolvieren. Das Gepäck der Kanadier war in der Zwischenzeit aufgefunden worden und sollte in den nächsten Tagen nachgeliefert werden. Den Lunch und den Tee bekamen wir in einer schönen Bucht serviert, am Abend waren wir in Cökertme vor Anker, besuchten noch kurz ein Restaurant im Ort um etwas zu trinken und dann ging es wieder an Bord, wo der Kapitän bereits ein Barbecue mit frischem Fisch vorbereitet hatte. Nach dem Essen ging Tim noch schnorcheln, mir war es zu kalt, aber Tim hat leider auch nicht viel gesehen im Wasser.

Tag 4

Nach einer wunderbar ruhigen Nacht absolvierten wir nach dem Frühstück unser Sportprogramm. Nach einer ca. 2 stündigen Fahrt machten wir unseren ersten Halt bei den 7-Islands. Dort war schwimmen angesagt und unser Mittagessen bekamen wir dort serviert. Dann ging es weiter nach Ören, wo wir ein idyllisch gelegenes Restaurant besucht haben, kurz nach uns legte noch ein grosses Schiff mit Australiern an Bord an welche für Stimmung in dem Lokal sorgten. Der Himmel verdunkelte sich langsam und nach dem Tee suchten wir uns eine ruhige Bucht um geschützt den angekündigten Sturm zu überstehen. Das Abendessen mussten wir drinnen einnehmen, da es angefangen hatte stark zu regnen. Später sahen wir in einiger Entfernung Blitze die Nacht erhellen, einen konnte ich sogar per Foto einfangen.  Der Wind frischte zwar etwas auf, aber der Sturm erreichte uns in dieser Bucht zum Glück nicht, dafür jedoch der Regen.

Tag 5

Bei bedecktem Himmel ging es morgens noch vor dem Frühstück los zum English Harbour, dort gab es dann das Frühstück, leider wieder im inneren da es inzwischen sehr stark angefangen hat zu regnen. Wir entschieden uns nach dem Lunch alle zusammen nach Marmaris zu fahren, also organisierte der Kapitän uns einen kleinen Bus und los ging die ca. 30-minütige Fahrt. In Marmaris zogen wir dann auf eigene Faust los, Tim suchte noch eine Barber, im Bazar wurden wir fündig, während er verwöhnt wurde spielte ich auf meinem Handy ein Spiel bis ich plötzlich von einem der Barber angesprochen wurde ob ich nicht die Augenbrauen gezupft haben möchte, letztendlich bin ich dann auch in den Genuss einer Komplettbehandlung gekommen incl. Nasenhaare zupfen mit Wachs. Es war wirklich ein Erlebnis. Danach liefen wir noch ein wenig durch Marmaris bevor wir uns wieder mit dem Rest der Mannschaft trafen. Das Wetter war inzwischen wieder ein wenig aufgeklart und wir konnten den frühen Abend noch draussen geniessen. Nach dem Abendessen gab es dann einen Spieleabend.

Tag 6

Nach einer wieder ruhigen Nacht fuhren wir ein Stückchen in eine ruhige Bucht wo es dann das Frühstück gab und später dann unser obligatorische Sportprogramm. Wir verbrachten einen wunderschönen Tag in dieser Bucht, die Sonne schien und wir genossen den Tag. Wir haben auch die sich an Bord befindlichen Kajak einmal ausprobiert. Nach dem Mittagessen fing einer der Kanadier ein geflüchtetes Kajak wieder ein, allerdings kam sein Fuss mit einem Seeigel in Berührung und Tims 1. Hilfe-Fähigkeiten waren gefragt. Für seine Dienste wurden wir dann mit einem Eis belohnt. Kurz nach der Behandlung kam nämlich ein Motorboot vorbeigefahren, welches Eis verkaufte. Nach dem Tee ging es dann weiter, wir wollten die Nacht im Heimatdorf des Kapitäns verbringen in Kayabasi. Der Weg dorthin war sehr stürmisch, aber die Fahrt hat Spass gemacht sie dauerte ca. 2,5 Stunden. Das Abendessen wurde wieder innen eingenommen, später waren dann wieder Spiele angesagt, Tim wurde zum Backgammon-Champion gekrönt. Ich machte mich in der Zeit auf um ein paar Fotos mit Stativ zu machen und später machte ich es mir an Deck gemütlich um noch ein wenig zu lesen.

Tag 7

Die Nacht war wieder sehr unruhig, durch den Wind knarzte und knarrte das Schiff sehr stark, am frühen Morgen gab es dann ein starkes Gewitter mit starkem Regen, nach einiger Zeit tropfte es sogar bis in unser Bett. Wir hängten dann an die Stellen Plastiktüten auf damit wir wenigsten noch ein wenig schlafen konnten. Als wir aufstanden regnete es immer noch, nach dem Frühstück ging es dann zurück nach Bodrum, da das Wetter zu schlecht war um noch irgendwo anders Zeit zu verbringen. Im Bodrumer Hafen waren alle Liegeplätze belegt also mussten wir in Gümbet ankern. Nach dem Mittagessen gingen wir dann von Bord da wir am nächsten morgen früh zum Flughafen mussten, die restlichen Passagiere machten sich auf zu einer Besichtigungstour in Bodrum am Nachmittag wollte der Kapitän dann nochmals rausfahren, damit sie die Nacht nicht in Bodrum verbringen müssen.

 

Fazit:Es war wieder eine schöne blaue Reise vom Wetter einmal abgesehen, unsere Mitpassagiere waren sehr nett und wir hatten viel Spass. Die Crew war ebenfalls sehr freundlich und nett und das Essen war sehr gut. Es wird wahrscheinlich nicht unsere letzte blaue Reise gewesen sein.

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